1762 . (Angriff auf Straßburg.) Erstlich legten sie sich auf eine Meile oder zwei , um die Stadt in die Dörfer herum, als zu Eschen, Erstein, Hindisheim, Nordhausen, Fegersheim und anderen orten mehr .
Mittwoch nach Unser Frauen Geburt zogen die Herren mit 5 000 Pferden wohl gerüstet aus, und ließen 5 000 gerüstete Pferde im Lager bei dem Fußvolk, kamen auf die Metzgerau , bei dem Wickhäusele, rannten durch den Kalkgiessen auf Metzgerau. Da rannten etliche Söldner hinaus, kam en so nahe zusammen, dass sie mit einander reden konnten geschah ab er kein Angriff da zogen sie wieder zurück und verbrannten das Wickhäussele.
Am Sonntag hernach zogen sie auf die andere Seite der Stadt, ließen doch einen großen Haufen auf der anderen Seite zum Überfall, und vermeinten die Bürger aus der Stadt zu locken. Sie hielten mit einem großen Haufen bei Eckbolsheim dabei hatten sie 1000 Pferde bei Haussbergen, und einen Haufen mit 1000 Pferden bei Schilken; auch einen Haufen mit 1000 Pferden in mitten auf dem Felde ; hinter S. Helenen hielten 8000 wohl gerüstete Pferde. Sie verbrannten des wickheussel bei S. Helenä, und rannten bei dem Galgen auf Königshofen zu, und meinten die Bürger würden aus der Stadt ziehen und mit ihnen schlagen. Sie wollten auch Waseneck vor dem Judenthurm verbrennt haben; es legen aber schützen darin, hatten sich verschanzt und verbaut, dass sie nicht da hin kommen mochten. Darnach wollten sie auch die Spittelmuhl e verbrennen; es legen ab er viel schützen dar in verborgen. Das wurden sie gewahr und zündeten eine scheuer an und verbrannten etliche Esel darin.
Darnach rannten sie bei der Hirzel a c he, bei S . Claren und wollten einen Wellenhaufen verbrannt haben bei dem Ziegelofen , im Sack . Da hatte man auf S. Claren auf dem Wördt, auf den thurn einen erker gebaut , da lagen etliche Schutzen dar in, die schossen un ter sie , da rannten sie davon. Es rannte einer vorm Tor, der zündete den Galgen an da fiel man beim l ich hinaus und fieng den der den Galgen angezündet hette, und führte ihn in die Stadt, und kamen mehr zum thor, zogen aber zu beiden theilen ab. Auf S . Morizen leg zogen alle Fürsten und Herren wider bei Illkirch auf Metzgerau zu und durch den Kalkgiessen wieder um : aber der Kalk giessen war mit fusseissen überlegt, deswurden sie gewahr, und mussten viele knechte mit rechen kommen und die fusseisen her ausrecben, und kamen mit 8000 Pferden durch auf Metzgerau, zum Ziegelofen und zur Rheinbrücke. Auf der andern sei te lag ein gross volk an der Brücke, aus der Markgrafschaft, Offenburg, Gengenbach, Geroldseck, Lahr, und von andern enden mehr. Auf dieser Seite rannten viel vom Haufen und verbrannten den Ziegelofen, auch die b olzsc heuer , m ehr denn 4 000 Klafter Holz. Sie verbrannten in dem Heyritz, auch bei den owen und bei S . Johannis in undis und St. Elisabetheneu viele Häuser. — 14 7 Es kamen auch viele unten herauf von Hanau zu schif und verbrannten die Ruprechtsau. Darauf wollten sie in die Entenletz zu S . Katharinen in Kratenau, und solche auch verbrennen. Da durften sie vor den schützen und den Bürgern mit den langen spießen nicht dahin kommen, und meinten, die Krautenau wäre an allen enden so wohl besetzt, wenn sie bei dem Teich, oder S . C laus in undis gekommen wären, so hätten sie alles leer gefunden, denn all es Volk daraus in die Stadt gezog en war. Es rannten viele vom Haufen auf die andere Seite bei dem Metzger thor, S. Agnesen und S. Merx Kloster herum, und wenn die müde waren, kam ein anderer Haufen und rannten auch herum, und meinten allwegen man sollte aus der Stadt fallen und mit ihnen schlagen. Menschoss sehr aus den Büchsen un ter sie und ward doch keiner getroffen. Die Fürsten und Herren schlugen viele zu Rittern beim Ziegelofen, die waren alle aus fremden landen und nur einer aus diesem lande in Elsass, der hieß Heinrich von Hettstedt, von Willer aus dem Münster thal. Die anderen wollten nicht Ritter werden, sie hätten denn zuvor wohl gestritten. Darnach rannten sie wieder auf Metzgerau , da rannten viel Söldner und junge gesehen aus der Stadt, und welche die stärksten waren, jagten ein ander herum und geschah doch niemand nichts.